alles für die nachwelt
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archiv

80 jahre bündner kunst
bündner kunstmuseum chur


alles für die nachwelt
installation
plastiktüten, klebestreifen, farbfetzen, filzstifte, polyester und insekten (sammlung wachter) 2016/17
Foto: Stefan Schenk

archiv „für mich ist ein archiv wie ein gedächtnis – voller erinnerungen“.

alles für die nachwelt
„alles für die nachwelt“, stammt aus einem projekt in dem ich mit vielen anderen internationalen künstlern, zum selben thema archiv mitmachte.
heute lagert ein teil meines entstandenen projektes mitten in berlin, unter dem pariser-platz, im archiv der akademie der künste. das projekt entstand im zusammenhang mit meinem atelier stipendium in berlin. ein austausch zwischen dem amt für kultur graubündnen und der akademie der künste berlin.

plastik spielt in meiner künstlerischen tätigkeit eine zentrale rolle. meine faszination gilt dieser dünnen, glänzenden leichten folie. die flachen taschen mit ZIP verschluss sind ideal, um diverse fundgegenstände zu archivieren. so viele kleine gegenstände gehen sonst schnell verloren.
ich sammle kleine „überbleibsel“ oder „reste“ meiner arbeiten, packe sie in transparente kleine tüten ab und bewahre sie auf, das schon seit langer zeit.
unter anderem sind das dicke, schwarze und rosa farbene polyester-stücke, die abgepackt in den kleinen tüten wie edelsteine wirken. weiter hat es in den beuteln: abgeplatzte farbfetzen, zerquetschte hagraffen, mit farbe behaftete büroklebestreifen, abgebrochene und bemalte ästchen.
es gibt ebenso einige spezielles stücke, die ebenfalls in die plastiktüten gelangt sind wie die toten insekten, die auf dem atelierboden lagen. oder die entdeckten sport abzeichen aus russland und die heiligen amulette. sie sind wie meine, alle in denselben kleinen transparenten tüten abgepackt, die ich zufälligerweise auf dem flohmarkt in berlin, gefunden habe. somit wird das unbeachtete teil zu etwas wichtigem. das erinnert mich an die polizei, dort werden auch alle fundgegenstände in transparente plastiktüten gesteckt und archiviert.
bettina wachter 2015